Wie man eine Zecke richtig entfernt

- Bereiten Sie die richtigen Werkzeuge vor: Verwenden Sie eine dünne Pinzette, spezielle Zeckenzange, Haken oder eine Karte zum Entfernen von Zecken.
- Fassen Sie die Zecke richtig an: Erfassen Sie sie so nah wie möglich an der Hautoberfläche, idealerweise am Kopf, nicht am Hinterleib.
- Ziehen Sie langsam und gerade: Ziehen Sie die Zecke mit einer gleichmäßigen und ruhigen Bewegung senkrecht nach oben heraus.
- Überprüfen Sie die Wunde: Wenn der Kopf in der Haut stecken geblieben ist, verzweifeln Sie nicht, der Körper kommt damit wie mit einem Splitter zurecht.
- Desinfizieren Sie die Stelle: Reinigen Sie die Wunde und die Hände mit Alkohol, Jodtinktur oder Seife.
- Entsorgen Sie die Zecke sicher: Spülen Sie sie weg oder wickeln Sie sie in Klebeband. Drücken Sie sie niemals mit bloßen Fingern aus.
Was Sie auf keinen Fall TUN sollten (häufige Mythen)
- Nicht drehen: Die Zecke hat kein Gewinde, es besteht die Gefahr, dass sie abreißt.
- Verwenden Sie kein Öl, keine Salbe und keinen Nagellack: Das Ersticken der Zecke führt dazu, dass sie den Mageninhalt (und mögliche Infektionen) in Ihr Blut erbricht.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Beobachten Sie die Bissstelle 30 Tage lang. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Folgendes auftritt:
- Erythema migrans: Červená škvrna, ktorá sa zväčšuje a v strede bledne (vyzerá ako terč).
- Grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen.
Tipp: Notieren Sie sich das Datum, an dem Sie die Zecke gefunden haben. Der Arzt wird diese Information bei eventuellen Symptomen zu schätzen wissen.
Durch Zecken übertragene Krankheiten
1. Frühsommer-Meningoenzephalitis (Impfung EXISTIERT)
Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die das Gehirn angreift. Die Impfung ist der beste Schutz. Das Grundschema besteht aus drei Dosen (idealerweise im Winter beginnen). Eine Auffrischung ist nach 3 Jahren und danach alle 3 – 5 Jahre erforderlich.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) äußert sich am häufigsten als zweiphasige Erkrankung, die 7 bis 14 Tage nach der Infektion das zentrale Nervensystem angreift. Im Gegensatz zur Lyme-Borreliose verursacht das FSME-Virus keinen typischen roten Fleck auf der Haut. Die Übertragung erfolgt entweder durch den Stich einer Zecke oder durch den Verzehr von nicht pasteurisierten Milchprodukten (insbesondere Schaf- und Ziegenmilchprodukten).
1. Phase – „Grippeartig“ (dauert 2 bis 6 Tage)
Nach der Inkubationszeit treten Symptome auf, die einer gewöhnlichen Virusinfektion ähneln. Viele Patienten ahnen in dieser Phase nicht, dass es sich um eine Enzephalitis handelt:
- Erhöhte Temperatur bis Fieber
- Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen
- Ausgeprägte Müdigkeit und Schwäche
- Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erbrechen
Nach dieser Phase tritt in der Regel eine Phase scheinbarer Ruhe (ohne Symptome) ein, die 1 bis 20 Tage dauert. Bei manchen Menschen heilt die Krankheit an diesem Punkt vollständig aus.
2. Phase – Neurologische (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute)
Wenn das Virus in das Nervensystem eindringt, beginnt die zweite, viel schwerwiegendere Phase mit hohem Fieber:
- Plötzliche und unerträgliche Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit (Unfähigkeit, den Kopf so zu beugen, dass das Kinn die Brust berührt)
- Lichtscheu (Überempfindlichkeit gegenüber Licht) und Erbrechen
- Schwindel, Zittern, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen
- Desorientierung, Gedächtnisstörungen und Verwirrtheit
- Lähmung der Muskeln, insbesondere im Gesichtsbereich oder an den oberen Gliedmaßen
2. Lyme-Borreliose (Impfung EXISTIERT NICHT)
Bakterielle Erkrankung, gegen die es bisher keinen Impfstoff gibt. Die gute Nachricht ist, dass sie bei frühzeitiger Erkennung erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden kann. Der einzige Schutz ist die Vorbeugung. Die Lyme-Borreliose zeigt sich meist 1 bis 4 Wochen nach dem Zeckenstich. Das wichtigste Warnsignal ist ein sich vergrößernder roter Fleck mit blasser Mitte (Erythema migrans). Begleitsymptome sind allgemeine Müdigkeit, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Eine frühe Behandlung mit Antibiotika ist entscheidend.
So erstellen Sie einen "undurchdringlichen" Schild
1. Kleidung (Mechanische Barriere)
- Tragen Sie helle Farben (Sie sehen die Zecke eher).
- Lange Ärmel und lange Hosen sind das A und O.
- Trick: Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken – die Zecke gelangt nicht unter sie an Ihre Haut.
2. Richtige Chemie
- Repellentien für die Haut: Suchen Sie nach DEET (mindestens 20-30 %) oder Icaridin.
- Permethrin für Kleidung: Nicht auf die Haut sprühen, sondern auf Kleidung und Schuhe. Nach dem Trocknen hält es auch ein paar Wäschen und tötet Zecken.
3. Bewegung im Gelände
- Bleiben Sie in der Mitte der Wege. Zecken warten an den Rändern von Wiesen und im Gras (nicht in Baumkronen!).
4. Ritual nach der Rückkehr
- Sofort duschen (wäscht noch nicht festgesaugte Zecken ab).
- Gründliche Kontrolle des Körpers (Achselhöhlen, Leisten, Knie, Bauchnabel, hinter den Ohren).
- Kleidung bei hoher Temperatur in den Trockner geben – trockene Hitze tötet Zecken.

Es gibt noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!