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Museum des Liptauer Dorfes

Museum des Liptauer Dorfes

Museum des Liptauer Dorfes unterscheidet sich deutlich von anderen Freilichtmuseen, vor allem durch die Form der Bebauung und die Zusammensetzung der Objekte. Es ist ein Abbild einer mittelalterlichen Siedlung mit den Privilegien und Rechten von Städtchen. Neben hölzernen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, die typische Merkmale der Volksbaukunst der bäuerlichen und handwerklichen Schichten repräsentieren, gibt es hier auch zwei seltene mittelalterliche Steinobjekte. Alle Gebäude zusammen bilden eine einzigartige Komposition des historischen und kulturellen Umfelds des alten Liptau. Das gotisch-renaissance Schloss aus Parížovce ist der älteste erhaltene Herrensitz in der Liptau aus dem 14. – 16. Jahrhundert und wird mit König Matthias Corvinus und seinem Sohn Johann Corvinus, dem Fürsten der Liptau, in Verbindung gebracht.

Eine attraktive Ausstellung ist die frühgotische Kirche der Jungfrau Maria aus der Gemeinde Liptovská Mara mit Fragmenten der ursprünglichen Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ein Teil des erhaltenen Glockenturms und die ursprünglichen Umfassungsmauern befinden sich am Ufer der Liptovská Mara. Im oberen Teil des Museumsgeländes befindet sich eine statische Ausstellung der historischen Považská-Waldbahn. Im Zusammenhang mit dem Bau des Wasserkraftwerks Liptovská Mara wurden mehrere bedeutende unbewegliche Denkmäler aus dem Überflutungsgebiet in das Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina transferiert.

Die Gemeinden des Überflutungsgebiets gehörten nicht nur zu den ältesten in der Liptau, sondern auch in der Slowakei. Das Gebiet war laut Archäologen bereits im 9. Jahrhundert besiedelt, und die Gemeinde Liptovská Mara entstand wahrscheinlich zu dieser Zeit. Von dort stammt auch die römisch-katholische gotische Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Aus der Gemeinde Liptovská Sielnica stammt zum Beispiel das Haus der fortschrittlichen Handwerkerfamilie von Ján Lovich. Liptovská Sielnica war in der Vergangenheit eine bedeutende Gemeinde der mittleren Liptau mit Stadtrechten, wie eigener Gerichtsbarkeit, Befreiung von der Mautzahlung, dem Recht zur Jagd und Holzfällerei. Dort lebten mehrere Persönlichkeiten, deren Arbeit die Kultur der slowakischen Nation beeinflusste. Es waren der Dichter der Štúr-Generation Samuel Bohdan Hroboň, der Sammler von Sprichwörtern und Redewendungen Adolf Peter Záturecký und der patriotische Drucker und Verleger Karol Salva. Das Haus umfasst eine Diele, ein Zimmer, eine Küche mit offener Feuerstelle zur Speisenzubereitung und zwei Kammern. Eine ist das Schlafzimmer der unverheirateten Tochter, die andere dient als Lagerraum. Die Behausung trägt gewisse Zeichen des Luxus, die für die Handwerksschicht der Liptauer Städtchen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts charakteristisch sind. Neben dem Haus befindet sich die Wagnerwerkstatt.

Zugang und Verkehr

1. Mit dem Auto (Am praktischsten)

Das Freilichtmuseum befindet sich etwa 2 km hinter der Gemeinde Pribylina, in Richtung Podbanské.

  • Anfahrt von Westen/Osten (D1): Auf der Autobahn D1 nehmen Sie die Ausfahrt Liptovský Hrádok (Nr. 284). Fahren Sie dann auf der Straße Nr. 537 in Richtung Pribylina und Hohe Tatra.
  • Parken: Direkt vor dem Eingang des Freilichtmuseums befindet sich ein großes gebührenpflichtiges Parkplatz. Der Zugang zur Kasse ist von dort aus nur wenige Meter eben.

2. Mit dem Bus

  • Zielhaltestelle: Suchen Sie Verbindungen zur Haltestelle Pribylina, Freilichtmuseum.
  • Verbindung: Die meisten Busse fahren von Liptovský Hrádok (der Bahnhof befindet sich in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofs). Es verkehren auch Verbindungen aus Liptovský Mikuláš.
  • Die Bushaltestelle befindet sich direkt am Haupteingang des Museumsgeländes.

3. Mit dem Zug

  • Eine direkte Zugverbindung nach Pribylina existiert nicht.
  • Sie müssen mit dem Schnellzug oder Personenzug zum Bahnhof Liptovský Mikuláš oder Liptovský Hrádok fahren und dort in den oben genannten Bus umsteigen.

4. Mit dem Fahrrad

  • Das Freilichtmuseum liegt direkt an der sog. Tatra-Magistrale (Straße Nr. 537), die bei Radfahrern beliebt ist, die von Liptau in die Hohe Tatra (Richtung Podbanské und Štrbské Pleso) fahren. Die Straße ist asphaltiert, mit leichter Steigung.

Was Sie vor dem Besuch wissen sollten:

  • Historische Eisenbahn: Zum Freilichtmuseum gehört auch die Ausstellung der Waag-Waldbahn. In der Saison können Sie mit dem historischen Zug auf einem kurzen Abschnitt innerhalb des Geländes fahren (vom Depot zum Schloss).
  • Tiere: Im Gelände werden ursprüngliche Tierrassen gehalten (Schafe, Pferde), was für Kinder eine große Attraktion ist.
  • Öffnungszeiten: Das Freilichtmuseum ist ganzjährig geöffnet, aber die Öffnungszeiten variieren je nach Saison (im Winter schließt es früher, in der Regel gegen 15:30 oder 16:00 Uhr).
  • Gelände: Das Gelände ist weitläufig und die Wege sind kies- oder grasbedeckt. Wir empfehlen bequemes Schuhwerk. Im Gegensatz zu vielen Burgen ist dieses Freilichtmuseum größtenteils barrierefrei und auch für Kinderwagen geeignet.

Tipp für Sie: Wenn Sie Zeit haben, finden in der Hauptsaison im Freilichtmuseum oft thematische Sonntage statt (z. B. Imkersonntag, Schäfersonntag), wo Sie Vorführungen traditioneller Handwerke sehen und Liptauer Spezialitäten probieren können.

Webseite: www.skanzenpribylina.sk

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