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Biokorridor

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Biokorridor am Wasserwerk Žilina: Brücke zwischen Technik und Natur

Das Wasserwerk Žilina, erbaut an unserem längsten Fluss Waag, ist ein wichtiges technisches Bauwerk, das der Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz dient. Jeder große Staudamm stellt jedoch für die Natur – und insbesondere für die Wassertiere – einen enormen Eingriff und eine unüberwindbare Barriere dar. Zur Milderung dieser negativen Auswirkungen wurde beim Wasserwerk ein Biokorridor errichtet. Seine Hauptfunktion ist die Migration von Wassertieren; er wurde am rechten Ufer der Waag während des Baus des Wasserwerks Žilina errichtet, also vor mehr als zwanzig Jahren. Bis heute gehört er zu den bemerkenswertesten Wasserbauten in der Slowakei. Der Biokorridor gewährleistet vor allem die biologische Kommunikation zwischen den Abschnitten der Waag oberhalb und unterhalb des Wasserwerks Žilina. Er schafft Bedingungen für das Leben und die Migration von Wassertieren. 

Was ist ein Biokorridor und wie funktioniert er?

Der Biokorridor am Stausee Žilina (der auch als Fischweg dient) ist im Grunde ein ökologischer Umgehungskanal der Talsperre. Es handelt sich um ein künstlich angelegtes Wasserbett mit einer Länge von etwa 1,7 Kilometern, das den Höhenunterschied überbrückt und den Flussabschnitt unterhalb der Talsperre mit dem Stausee oberhalb verbindet.

 

Warum ist er für die umliegende Natur entscheidend?

Der Bau dieses künstlichen Baches hatte gleich mehrere wesentliche ökologische Vorteile:

  • Schutz der Fischwanderung: Flussfische wie Forellen, Äschen oder geschützte Huchen müssen für ihren Lebenszyklus und ihre Fortpflanzung (Laichen) flussaufwärts wandern. Der Biokorridor ermöglicht es ihnen, das Wehr sicher zu umgehen.

  • Schaffung neuer Biotope: Die Ufer des Biokorridors wurden mit Grün bepflanzt. Heute ist dieser Bereich dicht bewachsen und bietet Amphibien, Wasservögeln, Insekten und Kleinsäugern Unterschlupf.

  • Wiederherstellung der Biodiversität: Durch die Verbindung der zwei getrennten Flussabschnitte wurde die genetische Isolation der Wassertiere verhindert, was zur allgemeinen Gesundheit des Ökosystems der Waag beiträgt.

V jarnom období možné zaregistrovať aj voľným okom v jeho koryte migračné ťahy reofilných (prudomilných) druhov, ako sú podustvy, mreny a nosále či jalce.

Im Zeitraum von zwanzig Jahren fanden im Biokorridor auch einige interessante Fischarten ein Zuhause, wie die Bachforelle, die Äsche, der Europäische Aal und von den kleineren Arten zum Beispiel die Europäische Ukelei oder die Nordsee-Schmerle. „Der Slowakische Anglerverband führt eine regelmäßige Überwachung dieses Angelreviers durch, das beim Umweltministerium als geschütztes Angelgebiet geführt wird, und hat in diesem beobachteten Zeitraum in diesem Biotop bereits fast 30 verschiedene Fischarten registriert. 

Der Biokorridor am Wasserkraftwerk Žilina ist heute ein hervorragendes Beispiel für einen Kompromiss zwischen technischem Fortschritt und Naturschutz. In den Jahren seines Bestehens ist dieses Bauwerk erfolgreich mit der umgebenden Landschaft verschmolzen. Bei einem Spaziergang oder einer Radtour in der Umgebung des Wasserkraftwerks Žilina wirkt dieser Umgehungsweg wie ein völlig natürliches Stück wilder Natur, was beweist, dass moderne Ingenieurskunst im Einklang mit der Ökologie funktionieren kann – und sollte.

 

 

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